Uwe Wohlrabe

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Über meinen Bruder erfuhr ich von dem 120 jährigen Jubiläum und dieser neuen dafür angelegten Internetseite. Wir unterhielten uns im Familienkreise über unsere Erinnerungen und Erfahrungen mit dem Stift und ich entdeckte sogar eine tiefgründige Parallele in meiner Vergangenheit. Aber der Reihe nach…

Ich bin ein Zwilling und am 1. April 1982 im St. Joseph-Stift zur Welt gekommen. Der geplante Geburtstermin war aber der 6. April. Vorab lag meine Mutter 10 Wochen im St. Joseph-Stift anhängigen St. Anna-Heim in Blasewitz und durfte dort auch die Faschingszeit verbringen. Meine Mutter berichtete mit einem großen Schmunzeln, dass die Ordensschwestern sich Blumentöpfe und Wischmöppe als Haare über die Köpfe gestülpt haben und so für Spaß sorgten. Mein Bruder und ich wurden währenddessen gut im Bauch versorgt und sollten aufgrund unseres guten Ernährungszustandes dann doch per Kaiserschnitt schon am 01. April im Stift zur Welt geholt werden. Damals war es noch üblich, dass Mütter zu sechst im Zimmer lagen. Meinem Bruder und mir erschien ein Kaiserschnitt wahrscheinlich zu aufregend, sodass wir uns bemühten, doch alleine auf die Welt zu kommen und leiteten die Wehen 31. März in der Nacht selbst ein. Meiner Mutter passte dies nicht und sie gab alles, es über Mitternacht bis zum 01. April hinauszuzögern. Eine Zimmergenossin von meiner Mutter lag da schon seit 16 Stunden in den Wehen. Meine Mutter bekam dann ohne Schmerzen innerhalb von vier Minuten zwei Jungs und war noch vor dem Aufwachen wieder im Stationszimmer und musste große Überzeugungsarbeit leisten, dass wir wirklich schon da sind.

Der Neid war schon ziemlich groß, dass sogar zwei Babys so schnell und unkompliziert zur Welt kamen. Diese Überraschung konnte auch mein Vater nicht glauben, der es meiner Mutter am Telefon einfach nicht abnehmen wollte und dann erst den Worten der Stationsschwester glaubte. Es war ja auch der 1. April!

Meine beiden Kinder, Louisa und Sophie, kamen selbstverständlich auch im Stift zur Welt. Dafür sorgte allein schon mein Bruder, der seit dem 01. April 2003 (nach genau 21 Jahren zurückgekehrt) im Joseph-Stift in der Verwaltung arbeitet und dort auch ein paar Jahre mit der gynäkologischen Krankenschwester Mary zusammenarbeitete, welche schon meine Mutter in der Schwangerschaft betreute.

Mein persönlicher Bezug zum St. Joseph-Stift liegt auch überdies darin, dass dieses ein Krankenhaus in Tansania unterstützt. Durch einen Bekannten, welcher selbst auf eigene Kosten ein paar Wochen im Jahr seine Dienste in Tansania anbot, habe ich selbst bei einem Bau eines Krankenhauses in Tansania mitgewirkt. Ich übernahm vor Ort Arbeiten auf der Baustelle in der Koordination und half bei augenärztlichen Untersuchungen mit. Ich selbst konnte sechs Wochen sehen, wie dringend unsere Hilfe dort benötigt wird und kann daher diese Aktion für sehr sinnvoll und wichtig gutheißen.

Ich danke allen Mitarbeitern für die sehr gute Betreuung meiner Frau und Kinder und wünsche weiterhin alles Gute für mein Stift.

Uwe Wohlrabe, Geschäftsführer INJOY Loschwitz Fitnessstudio


Gedanken und Ideen zum Jubiläum im St. Joseph-Stift.

Gedanken und Ideen zum Jubiläum im St. Joseph-Stift.

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Sind Sie auch geboren im
St. Joseph-Stift?

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