Ulrike Harzer

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Am 26.04.78 wurde meine Tochter Anja Romy Harzer im St. Joseph-Stift geboren.

Sie ist ein ausgesprochenes Wunschkind! Nach fast 10 Jahren war ich endlich wieder schwanger. Als Romy geboren wurde und ich sah, dass es ein Mädchen war, habe ich geheult wie ein Schlosshund. Die Hebamme ging mit meiner Tochter weg, kam wieder und sprach mich sehr scharf an! „Ich sollte mich was schämen, ein Mädchen ist sowas Schönes!“ Da kam ich erstaunt für ein paar Augenblicke zur Ruhe. Ich sah sie mit großen Augen an und sagte: „Sie wissen ja gar nicht wie schön das ist!“ Kopfschüttelnd ging sie weg und ich habe weiter weinen müssen. Als sie wieder mit Stift und Papier da stand, sagte sie: „Ich muss jetzt wissen wie das Kind heißen soll, ob ich mich nun freue oder nicht!“ Erst da habe ich gefragt, ob mit meinem Kind alles in Ordnung sein, denn ich hatte keinen Schrei gehört. „Doch, doch, sie hat Laut gegeben. Es ist alles in Ordnung“ – so ihre Antwort.

Nach meiner Nachversorgung erhielt ich endlich meine Tochter auf dem Arm. Ich war die glücklichste Mutti von der Welt. Meine Reaktion konnte ich selbst nicht verstehen. Das man vor Glück so von der Rolle sein kann. Zur Entlassung gab es wieder ein hübsches Missverständnis. Die Betten waren knapp. So kam der Doktor zu mir und meinte, da ich nicht stille und alles soweit normal ist, könnte ich nach Hause. Alles wunderbar – ich durfte heim! Seine Frage am mich: „Haben sie einen Wagen?“ Ich antwortete: „Ja, einen weißen mit Fenster!“ Der Doktor schaute ziemlich verdutzt. Die Schwester meinte daraufhin: „Der Doktor meinte ob wir ein Auto hätten?“ Nein ein Auto hatten wir nicht. Wir wohnen nur 5 Gehminuten vom Krankenhaus entfernt. Ein Taxi für so eine kurze Strecke? Ich dachte wir könnten nach Hause gehen und unsere Tochter in den Kinderwagen legen. Damit war der Doktor nicht einverstanden. Da ein Telefon nicht jeder besaß, erreichte ich über Umwege meinen Bruder, welcher uns mit seinen Trabi abholte. Das hat er liebend gern getan. Brauchte er doch dadurch nicht mit marschieren gehen, denn der Abholtermin war der 1. Mai.

Der St. Joseph-Stift war und ist schon immer eine sehr gute und beliebte Klinik. Man fühlt sich da gut aufgehoben.

Ulrike Harzer, Rentnerin


Gedanken und Ideen zum Jubiläum im St. Joseph-Stift.

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