Sophie Winkler

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Am 12. Mai 2015 stand in meiner Tageszeitung DNN ein Artikel unter der Überschrift „Geburtsort für 70 000 Kinder“. Etwas verspätet möchte ich meinen Beitrag zu der Kampagne leisten, da ich am 15. Oktober 1925 dort geboren wurde. Damals befand sich das St. Joseph-Stift auch schon auf der Wintergartenstraße, allerding in einem Gebäude (Nr. 17?) aus Klinker, das wohl vorher ein Mehrfamilienhaus war, wie ich auf einer Ansichtskarte, die ich besitze, erkennen kann.

Meine Mutter gebar mich in der Privatklinik von Dr. Goldberg, der dort Belegbetten hatte. Durch mein Erscheinen wurde er gerade an seinem Geburtstag im Schlaf gestört. Mein Vater hat für meine ersten Lebensjahre ein Tagebuch angelegt, deshalb weiß ich davon Bescheid; auch darüber, dass an diesem Tag der erste Schnee des Herbst/ Winter 1925/ 26 fiel und der Reichspräsident Dresden einen Besuch abstattete. Die liebevolle, gute Pflege im St. Joseph-Stift veranlasste meine/ unsere Eltern dazu, dass auch meine drei jüngeren Brüder (1929, 1931, 1938) dort zur Welt kamen. 1929 erfolgte die Geburt noch im alten Gebäude und ich erinnere mich, mit dem Vater Mutter und Bruder besucht zu haben und dass eine Schwester Konradine u.a. sie pflegte. Immer waren die Grauen Schwestern dort und (ab?) 1931 im modernen neuen Gebäude selbstlos und sehr liebevoll aufopferungsvoll tätig.

Unsere gemeinsame Geschichte geht noch weiter, denn auch ich brachte meinen Sohn 1953 und meine Tochter 1957 dort zur Welt. Es ging wohl nie sehr streng zu, denn mein Mann konnte uns nicht nur zu starren Besuchszeiten besuchen, Mittagsruhe war natürlich einzuhalten. Ich erinnere mich an eine ältere Schwester Hildegard und meine Pflegerin Schwester Tabita. Sie erheiterte uns junge Mütter oft mit lustigen Erlebnissen aus ihrer Kindheit auf dem elterlichen Gut in Ostpreußen. Ich habe sie sehr in mein Herz geschlossen. Später besuchte ich mehrmals Verwandte im St. Joseph-Stift, die dort zur Behandlung lagen. Selbst war ich 1990 zweimal zu Kurzaufenthalten dort. Anfang 2006 kam ich über die Notaufnahme hin mit einem Oberarmbruch unter der rechten Schulter und wurde beinahe in ein Krankenhaus mit Notfallchirurgie überwiesen, aber Herr Dr. Ringelband beschloss eine konservative Behandlung, die dauerhaft besten Erfolg zeigte.

Wieder habe ich die allerbesten Erinnerungen, z.B. an Schwester Brigitte, Stationspfleger Andreas, Physiotherapeutin Frau van Veen, Pfleger Thomas. Alle waren sehr freundlich, kompetent und persönlich. Nie spürte man irgendwie Hektik. (Die Verpflegung schmeckte vorzüglich, was auch natürlich angenehm ist.) Ordensschwestern sah ich 2006 wenige, z.B. aber ganz in weiß die allzeit fröhliche Schwester Dolores.

Sie sehen, ich bin dem St. Joseph-Stift sehr verbunden. Es gehört zu meinem langen Leben. Ich möchte allen Ärzten, Schwestern, Pflegern und weiteren Kräften (die Reihenfolge bedeutet keine Wertung!) für ihre Arbeit von Herzen danken und weiterhin viele Erfolge wünschen.

Sophie Winkler


Gedanken und Ideen zum Jubiläum im St. Joseph-Stift.

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Sind Sie auch geboren im
St. Joseph-Stift?

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