Margrit Schubert

profileimage

Durch Zufall erfuhr ich von Ihrer Aktion anlässlich des 120 jährigen Jubiläums des Bestehens dieses Krankenhauses. Die Geburt unserer Tochter am 12.11.1971 stand eigentlich unter einem unguten Stern. Die Geburt selbst erfolgte nicht im Krankenhaus, sondern in der Villa in der Nähe der Goetheallee.

Nachdem mein Geburtstermin schon 3 Wochen überschritten war, wurde ich dringend zur Beobachtung in diese Villa eingewiesen. Die betreuenden Ärzte waren Dr. Flach und Frau Dr. Oldenburg. Noch nach diesen vielen vergangenen Jahren erfasst mich ein Schauer, wenn ich an das Schicksal dieser beiden Ärzte denke. 3 Tage blieb ich zur Beobachtung, dann schickte mich Frau Dr. Oldenburg nach Hause, mit der Bemerkung: Ein Nachhauseschicken beflügelt manchmal den Geburtsvorgang. Und sie hatte Recht, schon am nächsten Tag musste mich mein Mann mit allen km/h, die der Trabi hergab, in die Villa fahren. Am Schillerplatz platzte die Fruchtblase – aber nun Tempo! Noch ehe mein Mann die Daten mit der empfangenden Schwester austauschen konnte, flitzte ich so schnell ich konnte, ich wusste ja wohin, in den Kreißsaal. Zum Glück war die Hebamme frei, ohne ein Bad zu nehmen, wie normalerweise üblich, ging es schon los. Doch dann ließen die Wehen und meine Kräfte nach, ich sagte, ich kann nicht mehr und wollte aufgeben, aber da sprang die Hebamme von ihren Schreibarbeiten auf und dann ging es sehr schnell, ein Schnitt musste wieder sein, der dann von Fr. Dr. Oldenburg genäht wurde und dabei hat sie sich so wunderbar mit mir unterhalten und auch von sich erzählt, so dass ich, als ich dann später von ihrem Unfall hörte, bis auf den Nerv getroffen war, so war sie mir durch ihre wunderbare Art ans Herz gewachsen. All die Jahre habe ich den damals empfundenen Schmerz verdrängt, aber nun durchfährt es mich wieder mit aller Wucht. Sie war ein wunderbarer Mensch und eine Ärztin aus Berufung. Zum Ergebnis dieser Geburt kann ich nur sagen, diese damals geborene Tochter ist auch ein wunderbarer Mensch geworden, die für ihren Beruf – Erzieherin – auch berufen ist.

Margrit Schubert


Gedanken und Ideen zum Jubiläum im St. Joseph-Stift.

Gedanken und Ideen zum Jubiläum im St. Joseph-Stift.

Gedanken

Sind Sie auch geboren im
St. Joseph-Stift?

Sind Sie auch geboren im<br/> St. Joseph-Stift?

Galerie