Katrin Frisch

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Ich selbst wurde nicht im St. Joseph-Stift Dresden geboren. Allerdings entschieden wir uns Ende 2001, unseren ersten gemeinsamen Sohn dort zu entbinden. Das Krankenhaus war nicht zu groß, lag nicht weit von unserer Wohnung entfernt und hatte einen guten Ruf. Die Klinik befand sich damals noch in einem unsanierten Zustand und entsprach mit seinen gelb-orange gefliesten Gängen nicht mehr unbedingt dem Zeitgeist. Auch hatte längst nicht jedes Zimmer ein eigenes Bad. Aber die Atmosphäre war gut und so blieb es bei unserer Entscheidung.

Ganz unvorhergesehen stand uns bereits sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin ein Krankenhausaufenthalt im Stift bevor, da ich mit Frühwehen zu kämpfen hatte. Ich lernte dadurch die Ärzte und Hebammen bereits vor der Geburt kennen und fühlte mich im Stift sehr gut betreut. Auf Station lernte ich eine weitere Schwangere kennen, die ebenfalls aufgrund von Frühwehen das Bett hüten musste. Wir lagen zusammen in einem Zimmer und hatten viel Gesprächsstoff. Unsere Entbindungstermine waren fast identisch und wir gleich alt. Wir verstanden uns prima und es entwickelte sich eine intensive Freundschaft, die bis heute Bestand hat. Ärzte, Schwestern und Hebammen – insbesondere Eva-Maria Bittner – machten uns den Aufenthalt so angenehm wie möglich.

11 Tage vor dem errechneten Termin war es dann soweit: Während der knapp 19-stündigen Geburt lernten wir weitere Hebammen und Schwestern kennen – schließlich nahmen wir die Nacht-, Früh- und Spätschicht in Anspruch. Wir fühlten uns immer gut betreut. Alles ging gut und am 19. Januar 2002 wurde unser Sohn Dominik dann im Beisein des damaligen Chefarztes Dr. Berchtig und Hebamme Maria Dvorak gesund geboren.

„Urgesteine“ wie Schwester Isentrud sorgten nach der Geburt für eine optimale Rundumbetreuung und zeigten uns jungen, frischgebackenen Müttern, worauf es bei der Säuglingspflege ankommt. Der Umgang mit uns und unseren Kindern war immer sehr liebevoll und man merkte auch in den damals noch vorhandenen „Kinderzimmern“ stets, mit wieviel Herzblut Schwester Isentrud bei der Sache war. Ihr Job war nicht nur ein Job, sondern eine Lebenseinstellung. Als ich mit meinem Sohn drei Tage nach der Geburt das Krankenhaus verließ, verabschiedete sich Sr. Isentrud persönlich bei uns, nahm Dominik noch einmal in den Arm und wünschte „ihrem Kleinen“ ein wunderbares und erfülltes Leben. Dieser Moment war von so viel Herzlichkeit geprägt, dass er mir bis heute in Erinnerung geblieben ist.

Diese Erfahrungen und Erinnerungen sorgten dafür, dass wir uns auch 2012, als die Geburt unseres zweiten Sohnes anstand, wiederum für das St. Joseph-Stift entschieden. Inzwischen war die Klinik saniert worden. Auch in personeller Hinsicht hatte sich einiges geändert. Ein bisschen Wehmut war schon dabei, als wir erfuhren, dass Schwester Isentrud seit 2011 nicht mehr auf Station arbeitet. Ein Rundgang über die Station und die beiden neuen Kreißsäle beeindruckte uns jedoch sehr. Unser inzwischen 10-jähriger Sohn Dominik absolvierte einen Geschwisterkurs, den das St. Joseph-Stift anbietet, um ältere Geschwister auf die Neuankömmlinge vorzubereiten. Eine der Hebammen, die diesen Kurs leitete, war Jacqueline, die 2002 bereits Dominiks Nachsorge übernommen hatte. Insofern war bereits dieser Kurs ein herzliches Wiedersehen für uns. Die Inhalte des wiederum sehr liebevoll gestalteten Kurses gaben Dominik in den ersten Wochen doch eine große Portion Sicherheit im Umgang mit seinem kleinen Bruder.

Am 23. Februar 2012 kam dann unser zweiter Sohn Tamino im Stift zur Welt. Die inzwischen leitende Hebamme Eva-Maria Bittner, die wir ebenfalls schon von unserem Aufenthalt 2001 kannten, begleitete die 7-stündige Geburt und unterstützte uns aus ganzer Kraft und mit voller Hingabe. Auch im Wochenbett auf Station fühlten wir uns geborgen und gut betreut. Im Gegensatz zu unserem ersten Aufenthalt 2002 wurden die Babys nun im „Rooming-in“ betreut und die „Kinderzimmer“ gab es nicht mehr. Taminos Nachsorge übernahm Hebamme Annegret Hoppe (unsere HebANNE), so dass wir auch zu Hause bestens und liebevoll umsorgt waren.

Für den Sommer 2015 kündigte sich dann unser drittes gemeinsames Kind an. Auch dieses sollte im St. Joseph-Stift das Licht der Welt erblicken. Im Gegensatz zu den ersten beiden Kindern entschied ich mich dieses Mal für einen Geburtsvorbereitungskurs. Diesen absolvierte ich ebenfalls im Stift. Die Hebamme, die diesen Kurs leitete, war wiederum Annegret Hoppe. Der Kurs war informativ und hat auch mir als werdende 3-fach Mama sehr viel gebracht. Die Atmosphäre war sehr angenehm und es wurde optimal auf Fragen, Ängste und Unsicherheiten eingegangen. Wir Kursteilnehmer fühlten uns alle gut aufgehoben und haben ebenfalls heute noch Kontakt.

Die heißen Tage im Juni und Juli führten bei mir zu einigen typischen „Schwangerschaftswehwehchen“. Unsere HebANNE kümmerte sich ihm Rahmen der Vor- und Nachsorge sowie der geburtsvorbereitenden Akupunktur zuverlässig und liebevoll darum. Sie machte dabei nicht nur „Dienst nach Vorschrift“ sondern engagierte sich weit über das normale Maß hinaus und war immer um unser leibliches und seelisches Wohl besorgt. Da sie nun inzwischen zwei unserer drei Kinder sowohl vor der Geburt, als auch in der häuslichen Nachsorge in den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt betreut hat, gehört sie rein gefühlsmäßig nun fast schon zur Familie.

Acht Tage nach dem errechneten Geburtstermin wurde seitens der behandelnden Ärztin am Stift entschieden, dass die Geburt eingeleitet werden sollte. Am 18. Juli 2015 wurde dann unsere Tochter Solani geboren. Die „fast-Blitzgeburt“, bei der wir es nicht einmal in den Kreißsaal schafften, war ebenfalls ein Wiedersehen mit Hebamme Maria Dvorak, die 2002 unserem Sohn Dominik bereits auf die Welt geholfen hatte. Trotz der Tatsache, dass in dieser Nacht Hochbetrieb in den Kreißsälen war, fühlten wir uns durch Maria und Frau Dr. Rambow zu jedem Zeitpunkt optimal versorgt und betreut. Neben den medizinisch notwendigen Dingen sind die menschliche Seite und die Kommunikation nicht zu kurz gekommen.

Unsere Erfahrungen mit dem Joseph-Stift waren über die Jahre hinweg in allen drei Schwangerschaften/Geburten sehr positiv. Wir erinnern uns sehr gern an diese Zeiten. Wir wurden immer gut betreut und fühlten uns nie als „Nummer“ oder „Krankheitsbild“, sondern als das, was wir waren: Werdende bzw. gerade gewordene Eltern, die in einem kompetenten, menschlich angenehmen Umfeld versorgt wurden und wo es auch immer ein offenes Ohr für kleine Sorgen und Nöte gab. Wir fühlen uns dieser Klinik und den Hebammen und Schwestern bzw. Ärzten der Geburtshilfe verbunden und können sie in jeder Hinsicht nur immer wieder weiterempfehlen.

Wir wünschen der gesamten Belegschaft der Geburtshilfe für die Zukunft alles, alles Gute.
Familie Frisch


Gedanken und Ideen zum Jubiläum im St. Joseph-Stift.

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