Elke Bach

profileimage

Ich dachte immer ich sei im St. Joseph-Stift geboren – nein – ich bin im Nazareth-Heim geboren. Trotzdem habe ich eine Geschichte für Sie.

Als ich mit meiner Tochter schwanger gewesen bin, habe ich mich in der 27.Woche auf Arbeit im Kindergarten  beim Abnehmen des Weihnachtsschmuckes überstreckt und bekam dadurch im Januar 1987 Wehen. Zu meinem Glück wurde ich im St. Joseph-Stift überwacht und musste zur Untersuchung auf die Entbindungsstation. Als ich an einem Tag den Gang entlang lief, kam mir eine Hebamme entgegen. Wir schauten uns an und obwohl wir uns das letzte Mal gesehen hatten, als wir 12 Jahre alt waren, erkannten wir uns sofort wieder. Hebamme Christine und ich sind als Kinder zusammen ins Ferienlager gefahren und waren viele Jahre Brieffreunde und freuten uns jedes Jahr auf das Sommerferienlager. Ich freute mich riesig, sie getroffen zu haben und fühlte mich sehr wohl.

Leider hatte sie keinen Dienst, als unsere Tochter geboren wurde. Bei Hebamme Anita fühlte ich mich sehr gut aufgehoben und unsere Christine erblickte am 16. April 1987, Gründonnerstag, bei euch gesund und munter das Licht der Welt. Leider gab es damals die Mutter-Kind-Zimmer nicht, aber ich konnte immer ins Kinderzimmer gehen, um mein Kind zu sehen. Eine Schwester erklärte alles zum Stillen und abpumpen. Sie wurde liebevoll “die Brustmutter” genannt. Es war richtig und wichtig, wie sie alles erklärte und fasste auch richtig zu. Ich glaube, sonst wäre ich zu zaghaft beim Abpumpen gewesen. Einmal mussten wir nachts die Klinik aufsuchen. Mein Mann stellte nachts beim Windeln fest, dass der Nabel leicht blutete. Er erinnerte sich an den Eltern-Kind-Kurs und suchte schnell die entsprechende Notiz raus – Nabelbluten = Lebensgefahr. Ein Freund aus dem Haus fuhr uns mit seinem Trabi in die Klinik. Im Vorraum, damals war der Eingangsbereich kleiner und mit einem „Nachtsprechfenster“, schaute die Schwester sich alles an und behandelte den Nabel mit einem Blutstillstift, wie die Männer ihn damals benutzten. Sie beruhigte uns und wir konnten mit unserer Tochter nach Hause fahren.

Zwei Jahre später war es gar nicht so einfach, sich zur Entbindung im St. Joseph-Stift anzumelden, da der Neubau kurz vor der Einweihung stand. Aber es hat geklappt und so kam unser Sohn Christian am 23. März 1989, Gründonnerstag, bei euch zur Welt. Auch diesmal hatte meine Ferienlagerfreundin keinen Dienst. Wir wurden sehr gut betreut und ich habe den Namen der Hebamme leider vergessen. Zur Besuchszeit kamen meine Eltern in die Klinik, um ihr Enkelkind zu sehen. Mein Vati meinte nur, “in zwei Jahren möchte er bitte kein kleines, großes Gründonnerstag-Geschenk…”

Unsere Kinder bestehen darauf, zweimal im Jahr Geburtstag zu feiern, ihren eigentlichen Geburtstag und natürlich am Gründonnerstag.
Alle Schwestern waren immer sehr bemüht um Mütter und Kinder. Interessant war die Durchsage, wie viel Mädchen und Jungen in der Woche geboren wurden. Damals war es leider nicht möglich, dass der Partner bei der Geburt seines Kindes dabei sein konnte. Unser Sohn Christian wird dieses Jahr im Oktober selber Vater und wir werden Großeltern. Seine Freundin und er haben sich die Entbindungsstation im St. Joseph-Stift angesehen und so wird auch sein Kind dort zur Welt kommen, wo er selbst geboren wurde. Ich wünsche allen Müttern, Vätern und Kindern eine so gute Betreuung, wie wir sie erfahren durften und möchte mich bei den Schwestern, Hebammen und Ärzten für die Fürsorge bedanken.

Elke Bach, Erzieherin


Gedanken und Ideen zum Jubiläum im St. Joseph-Stift.

Gedanken und Ideen zum Jubiläum im St. Joseph-Stift.

Gedanken

Sind Sie auch geboren im
St. Joseph-Stift?

Sind Sie auch geboren im<br/> St. Joseph-Stift?

Galerie