Christa Milde

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Von den Erlebnissen bei den Geburten meiner 4 Kinder von 1953 bis 1961 möchte ich Ihnen im Rahmen der Aktion „Geboren im St. Joseph-Stift“ heute berichten.

An einem Tag im Juni 1953, um 2:00 Uhr, begannen die Wehen. Da dies unser erstes Kind war, das wir erwarteten, ließ ich meinen Mann noch 1 Stunde schlafen; dann aber weckte ich ihn, damit er mich ins St. Joseph-Stift bringt. Frau Wetzke, die Hebamme, untersuchte mich und sagte, es wird schon noch ein Weilchen dauern. Aber die Wehen wurden stärker und ich dachte, „wenn es ein Mädchen wird, muss es diese Schmerzen auch mal aushalten.“ Schon um 6:30 erblickte meine Tochter Angela das Licht der Welt. Frau Wetzke war eine so erfahrene Hebamme, dass ich weder gerissen bin, noch geschnitten werden musste. Damals wurde man am 9. Tag nach der Entbindung entlassen. Zu dieser Zeit befand sich Dresden im Ausnahmezustand. Zu dieser Zeit befand sich Dresden im Ausnahmezustand wegen des Aufstandes am 17. Juni 1953, so dass wir beschlossen, Angela am in der Kapelle des St. Joseph-Stift taufen zu lassen.

Schon im nächsten Jahr war ich wieder schwanger. Im Mai 1954, nachmittags, begannen die Wehen. Mein Mann war bei einem Betriebsausflug, und als er gegen 18 Uhr zurück war, konnte er seine zweite Tochter Veronika begrüßen. Auch sie wurde in der Kapelle des St. Joseph-Stift getauft.

Etwas anders verlief die Geburt des dritten Kindes. Frau Wetzke begann ihren Urlaub am 29. Juli 1957. Ich erkundigte mich am Tag zuvor, wo ich denn zur Entbindung hin müsste (Nazarathheim?), aber sie sagte, „das schaffen wir gleich heute noch, ich weiß ja, wie sie mitmachen.“ Nach einer Stunde war unser Sohn Christoph geboren – als Sonntagskind.

Am schwierigsten gestaltete sich die Entbindung des vierten Kindes. Vier Wochen vor dem errechneten Termin bekam ich im Februar 1961 die ersten Wehen und das Fruchtwasser ging an. Aber im Krankenhaus beruhigte man mich und ich wurde nach Hause geschickt – in ein Umzugschaos. Doch zwei Tage später war es dann doch so weit, das 8-Monatskind war da! Wir nannten ihn David, was völliges Unverständnis bei den Schwestern und auch bei meinen Eltern hervorrief. „Wie könnt ihr dem Kind so einen jüdischen Namen geben!“ Ich glaube, er war der erste David in Dresden – inzwischen gibt es sehr viele biblische Namen in unserer Familie.

Zwei Mal war ich auch zu Operationen im St. Joseph-Stift. Immer wird mir neben der guten medizinischen Versorgung die liebevolle und kompetente Fürsorge in Erinnerung bleiben.

Für alles herzlichen Dank!
Christa Milde


Gedanken und Ideen zum Jubiläum im St. Joseph-Stift.

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Sind Sie auch geboren im
St. Joseph-Stift?

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