Barbara Kretschmer, geb. Dietrich

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Ich wurde am 29. Dezember 1951  im “Nazarethheim” geboren. Auf meiner Geburtsurkunde steht “Waldparkstraße 1″. Von meiner Geburt an sich kann ich nichts erzählen. Nur, dass ich gegen 17.50 Uhr zu Welt kam. “Kurz vor Ladenschluss,” wie meine Mutter immer sagte. Und, dass es Diskussionen wegen meines Vornamens gab. Bärbel war ihr Wunschname. Die damaligen Schwestern lehnten diesen Namen ab. Es wäre kein Vorname. Nach einer längeren Diskussion einigte man sich dann. Barbara war den Schwestern ein Name. Die “heilige Barbara” war ein gutes Argument. Meine Mutter meinte anschließend “Wie ich mein Kind rufe bleibt ja meine Sache.” So war es dann auch. Für sie war ich immer die Bärbel. Ich habe mich später für Barbara entschieden. Meine Großmutter hatte mir mit auf den Weg gegeben “Du und ich, wir haben beide einen Namen mit drei ‘A’, das ist etwas ganz Besonderes.”

Sieben Jahre später wurde im gleichen Haus am 16. Dezember mein Bruder geboren. Er hatte die Nabelschnur um den Hals gewickelt und gab anfangs keinen Ton von sich. Wechselbäder und andere damalige “Hausmittel” halfen zunächst nichts. Erst eingeflößter schwarzer Tee erweckte ihn zum Leben. Damals war es wohl auch so, dass die jungen Mütter 10 Tage in der Obhut der Schwestern blieben. So musste bei der Geburt meines Bruders Roland meine Mutter auch die Weihnachtstage in dem Haus bleiben.

Eine Ausnahme war, dass am Heilig Abend nicht nur die Väter zu Besuch kommen durften. Nein, auch die Geschwister durften ihre Mutti besuchen und das Neugeborene sehen. Für die Großen gab es sogar ein kleines Geschenk. Ich erinnere mich an Lebkuchen in einem Papp-Pfefferkuchenhaus. Am 2. Weihnachtsfeiertag kam Mutti nach Hause und es war endlich Bescherung.

Mein eigenes Kind kam in einem anderen Krankenhaus der Stadt  zur Welt. Das St. Joseph-Stift war zu gefragt. Ins St. Joseph-Stift verschlug es mich erst Anfang der neunziger Jahre wegen einer Gallen-OP. Von da an war ich mehrere Male Patientin in diesem Haus. Auch meine Krebserkrankung 2001 wurde hier behandelt. Krankenhausaufenthalte zählen ja nun wirklich nicht zu den schönsten Stunden. Die MitarbeiterInnen des St. Joseph-Stift sorgten aber immer dafür, dass sich die Belastungen der Patienten in Grenzen halten. Ich bin allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr dankbar.

Barbara Kretschmer, Rentnerin


Gedanken und Ideen zum Jubiläum im St. Joseph-Stift.

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