Historisches

25 F 451 Dresden Wintergarten

Das Krankenhaus St. Joseph-Stift wurde im Jahr 1895 als 50-Betten-Krankenhaus gegründet.

In den Folgejahren und -jahrzehnten wurde es mehrfach durch Anbauten vergrößert und stets an die Erfordernisse der modernen Medizin angepasst.

Lesen Sie mehr über die Entwicklung unseres Hauses in den letzten 120 Jahren!


  • 1860 - 1894
    1860-1894_Dresden KrankenstiftDie Vorgeschichte beginnt bereits im Jahre 1860. Im Stadtteil Dresden-Friedrichstadt, Friedrichstraße 50, befand sich bis zur Zerstörung 1945 das „Königliche Krankenstift“. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts zählte das Krankenstift 40 Betten. Gleichzeitig machte sich seit 1858 der Mangel an geeignetem Pflegepersonal im Krankenstift sehr bemerkbar.

    Die untragbaren Zustände im „Königlichen Krankenstift“ in Dresden drängten nach Abhilfe. Der Apostolische Vikar, Bischof Ludwig Forwerk (1816-1875), entschloss sich, für das Krankenstift vier Schwestern auf dem Elisabethverein zu Nesse in Oberschlesien zu berufen (so wurden damals die Grauen Schwestern von der hl. Elisabeth bezeichnet).

    Die Ordensgemeinschaft der Schwestern von der heiligen Elisabeth wurde 1842 in Neisse (Schlesien) gegründet. Initiatorin war Clara Wolff, die sich mit drei gleich gesinnten Frauen zusammenschloss, um armen verlassenen Kranken ohne Unterschied des Standes, der Religion und der Herkunft unentgeltlich pflegerische Hilfe zu geben. Zur Patronin wählten sie die Heilige Elisabeth von Thüringen, das Vorbild tätiger Nächstenliebe.

    Am 25. Januar 1860 traf die erste Schwester in Dresden ein, der am 31. März zwei weitere folgten. 1861 wurde eine weitere Schwester nach Dresden berufen, der die Wirtschaftsführung des Krankenhauses übertragen wurde. Bald folgten noch drei Schwestern für die ambulante Krankenpflege, weil in weiten Kreisen der Bevölkerung eine große Abneigung gegen die öffentlichen Krankenhäuser bestand. Für diese Schwestern wurde zunächst eine Wohnung in der Friedrichstraße gemietet und im Jahr 1865 ein Haus auf der Flemmingstraße 15 erworben. Bezeichnend für die Niederlassung der Grauen Schwestern in der Friedrichstraße ist, dass sie die erste der Grauen Schwestern außerhalb Schlesiens war.

  • 1866 -1882
    1866-1882_Dresden Käufferstr1862 pflegten die Schwestern die an Typhus erkrankte Prinzessin Sidonie von Sachsen (1834-1862). Im Krieg 1866 pflegten die Schwestern die Verwundeten in den Lazaretten und erwarben das Wohlwollen der Prinzessin und späteren Königin Carola von Sachsen (1833-1907). Auch im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 wirkten die Schwestern in den Kriegslazaretten und den Krankenhäusern der Heimat, von den Schwestern der Flemmingstraße gingen einige in die Frontlazarette. Stark war die Nachfrage nach Krankenpflegerinnen in den Familien, was zur Vermehrung der Schwesternschaft auf der Flemmingstraße führte. Das Haus wurde von den anderen Mietern verlassen und den Schwestern ganz zur Verfügung gestellt. In dem ersten Bericht, den das Apostolische Vikariat 1876 auf Grund des damals erlassenen Oberaufsichtsgesetzes gegenüber der Katholischen Kirche in Sachsen dem Ministerium erstatten musste, werden für das „Königliche Krankenstift“ 5 Schwestern und im Haus auf der Flemmingstraße 20 Schwestern genannt.

    Geistlicher Beirat der Grauen Schwestern in Dresden war der damalige Hofprediger und spätere Bischof Ludwig Wahl (1831-1905). Er war zugleich Präses des Katholischen Gesellenvereins, für dessen Küche er sich zwei Schwestern in Neiße erbeten hatte, die aber auf der Flemmingstraße wohnten. Ihm schwebte eine Verbindung von Gesellenhaus und Schwesternhaus vor, wie sie in einigen deutschen Städten bestand. Deshalb fasste er den Entschluss, vom Fiskus jenen Teil des am „Queckbrunnen“ und an der Mittelgasse gelegenen „geistlichen Gartens“ zu erwerben. Auf dem Gelände erbaute er das Schwesternhaus an der Mittelgasse, später Käufferstraße genannt, das Gesellenhaus dahinter, Front Queckbrunnen. Der Bau war 1882 fertig. Im Juli 1882 bezogen die Schwestern aus der Flemmingstraße ihr neues Heim. Das Erd- und das zweite Obergeschoss waren für die Schwestern bestimmt, das erste und dritte Obergeschoss des geräumigen Hauses für Krankenpflege. In diesen Räumen in der Käufferstraße nahm die Privatklinik ihren Anfang, für die 1880 die Genehmigung erteilt wurde. Die ärztliche Leitung lag in den Händen von Dr. Carl von Mangoldt.

  • 1894-1895
    1894Der Einsatz der Schwestern unter Leitung der Oberin M. Alexandrina, die bereits seit 1865 in Dresden tätig war, verschafften der Klinik einen guten Ruf. Bald waren die Räume auf der Käufferstraße zu klein. Von einer evangelischen Dame, die Schwester M. Alexandrina gepflegt hatte, erhielten die Schwestern ein Geschenk von 30 000 Mark. Dazu kamen weitere Geldbeträge von dankbaren Patienten. So konnte 1894 ein Grundstück auf der Wintergartenstraße 17 erworben werden, wo nunmehr das neue Privatkrankenhaus erbaut wurde, zu dessen Betrieb dem Bischof Ludwig Wahl (seit 1890) 1894 die behördliche Genehmigung erteilt wurde.

    Das neue Haus in der Wintergartenstraße war für die Aufnahme von 50 Kranken bestimmt. Die Klinik war neuzeitlich ausgestattet. Sie enthielt 2 Operationssäle, Krankenzimmer und Krankensäle, Sprechzimmer der Ärzte, Zimmer der Schwestern, die erforderlichen Wirtschaftsräume und eine Kapelle. Die Lage des Hauses in der damals entstandenen „Johannstadt“ war sehr günstig. Das Haus lag nicht außerhalb der Stadt aber auch nicht im Innern der Stadt mit dem ständig wachsenden Verkehr, nahe Großen Garten, in sehr gesunder Luft, wie die Zeitgenossen eigens betonen. Das Katholische Kirchenblatt für Sachsen meldet in einer kurzen Notiz in seiner Ausgabe vom 29. September 1895: „Am Freitag den 27. September fand die Einweihung der neuen von den „grauen Schwestern“ erbauten und seit geraumer Zeit schon eröffneten und mit Kranken besetzten Klinik auf der Wintergartenstraße durch den hochwürdigsten Herrn Bischof statt.“ Für die Katholische Kirche in Sachsen und Dresden war die Eröffnung des Hauses eine große Freude. Die beinah unscheinbare Mitteilung in der Presse ist darauf zurückzuführen, dass man nicht das Misstrauen der Behörden herausfordern wollte, die nach wie vor dem Wirken der katholischen Schwestern mit großem Argwohn begegneten. Als Patron des neuen Krankenhauses wählten die Schwestern den hl. Joseph, den Nährvater Jesu, der bei ihnen besonders verehrt wird. Der Name sollte bereits darauf hinweisen, dass das neue Haus ein Ort der christlichen Nächstenliebe im Dienst der Kranken ist.

  • 1895-1918
    22 F 445 Musikgruppe Dresen Wintergarten
    Im neuerbauten St. Joseph-Stift wirkten zunächst 8 Graue Schwestern, 2 kamen aus dem Hause Käufferstraße, 6 wurden neu bewilligt. Zur Oberin des Hauses wurde Schwester M. Alexandrina ernannt, die von 1895 bis 1919 24 Jahre als Oberin wirkte. Nach fast 60jährigem Wirken starb sie 1924 in Dresden. Die Umsicht und das Geschick von Oberin M. Alexandrina brachten das neue Krankenhaus zu raschem Aufblühen, obwohl immer wieder Schwierigkeiten mit den staatlichen Behörden zu klären waren. Durch die gute Zusammenarbeit von Schwestern und Ärzteschaft wuchs die Zahl der Belegungen. Die Zahl der Kranken stieg von 307 im Jahre 1895 auf 482 im Jahre 1900 und auf 714 im Jahre 1912. Im Jahre 1905 erwarben die Schwestern ein benachbartes Grundstück auf der Dinglingerstraße 8. Auf diesem Grundstück wurde das St. Elisabethhaus errichtet, das als Altersheim gedacht war, aber zunächst zur finanziellen Erleichterung der Schwestern vermietet wurde. Das St. Joseph-Stift stand von Anfang an Kranken aller Konfessionen offen, die die Pflege der Grauen Schwestern in Anspruch nehmen wollten. Getreu der Patronin ihrer Schwesterngemeinschaft, der hl. Elisabeth von Thüringen, sollten neben den Kranken auch die Armen und Bedürftigen nicht vergessen sein. An der Pforte des Hauses wurden täglich bis 80 Portionen Mittagessen unentgeltlich abgegeben.

    Immer wieder entstanden Schwierigkeiten zwischen dem Apostolischen Vikariat und den sächsischen Staatsbehörden, die sich auf die Verfassung beriefen, in der Ordensniederlassungen allgemein verboten wurden. Um diese Schwierigkeiten zu beheben und den Einrichtungen der Schwestern in Dresden (Käufferstraße 2, Wintergartenstraße 17 und Dinglingerstraße 8) einen unanfechtbaren Rechtsstatus zu geben, beantragte der Apostolische Vikar, Bischof Dr. Aloys Schäfer (1853-1914), die Errichtung einer rechtsfähigen Stiftung. Das Ministerium genehmigte 1906 die Errichtung der „Katholischen St. Joseph-Stiftung in Dresden“. Damit war eine Rechtsform gefunden, unter welcher die Grauen Schwestern ihre Tätigkeiten in ihren eigenen Häusern ausüben konnten.

    Auch nach dem 1. Weltkrieg nahm das Krankenhaus St. Joseph-Stift eine günstige Entwicklung. Durch die technischen und hygienischen Fortschritte in der Medizin und Krankenpflege entstand bald der berechtigte Wunsch, das Krankenhaus zu erweitern.

  • 1918-1932
    1918-1932_Historisches 2
    Die Errichtung eines neuen Krankenhauses auf einem anderen Platz lehnte das Mutterhaus der Grauen Schwestern in Breslau ab, was in den wirtschaftlich schwierigen Jahren nach dem 1. Weltkrieg verständlich ist. Da wurde der Nachfolgerin von Oberin M. Alexandrina, Oberin M. Anania, die seit 1892 auf der Käufferstraße und seit 1895 im St. Joseph-Stift tätig war und seit 1919 das Amt der Oberin bekleidete, das Nachbargrundstück Wintergartenstraße 15 zum Verkauf angeboten. Durch Neubau und Verbindungsbau zwischen den beiden Häusern hoffte man, den neuen Anforderungen an ein Krankenhaus gerecht zu werden. Im Juni 1930 begann der Neu- bzw. Umbau in zwei Abschnitten. Zunächst erfolgte der Umbau des Hauses Wintergartenstraße 15 und der Bau des Verbindungsbaues und schließlich der Umbau des alten Hauses Wintergartenstraße 17. Im Januar 1932 konnte der nunmehrige Bau des St. Joseph-Stifts vollendet werden. Am 2. Februar 1932 erfolgte durch den zweiten Bischof des 1921 wiedererrichteten Bistums Meißen, Dr. Conrad Gröber (1872-1948, Bischof von Meißen 1931-1932), die Weinweihung des neuen Krankenhauses St. Joseph-Stift. Das am 2. Februar 1932 eingeweihte St. Joseph-Stift war zur Aufnahme von 120 Kranken bestimmt, es enthielt 4 Operationssäle, über 50 Krankenzimmer, Räume für die Röntgenabteilung, elektrische Heilbäder, Labor. Alles war nach den Vorschriften und Errungenschaften des damaligen Standes der Technik und Medizin ausgestattet. Berechtigter Stolz klingt aus den Beschreibungen durch die Zeitgenossen. War doch der Um- bzw. Neubau unter schweren Opfern in wirtschaftlich schwierigen Zeiten erfolgt. 14 Ärzte arbeiteten in dem neuen Haus, 26 Graue Schwestern, außerdem Hilfspersonal, insbesondere für die wirtschaftlichen Belange des Hauses. Mit dem Haus war selbstverständlich eine Kapelle verbunden, die zu Ehren des Hl. Herzens Jesu ebenfalls von Bischof Conrad Gröber am Feste Mariä Lichtmess, 2. Februar 1931, eingeweiht wurde. Seit der Niederlassung der Schwestern in Dresden-Johannstadt (1895) bestand in all den Jahrzehnten ein gutes und enges Verhältnis zur Pfarrei Herz Jesu in Johannstadt.
  • 1945
    1945_Kriegszerstörungen
    Schwer waren für das St. Joseph-Stift, wie für alle kirchlichen Einrichtungen, die Jahre des Nationalsozialismus 1933-1945. Am 13. Februar 1945, als Dresden beim Bombenangriff in Schutt und Asche versank, wurde das St. Joseph-Stift durch Bombenvolltreffer und Feuer so zerstört, dass nur vier unter der Erde liegende Räume einigermaßen erhalten blieben. Trotz der bestehenden Einsturzgefahr und der nach menschlichem Ermessen vorhandenen Unmöglichkeit, die Räume zu bewohnen, zogen bereits im April 1945 vier Schwestern dort ein. In kurzer Zeit schafften sie so viel Ordnung, dass im Juni 12 Schwestern in den Kellerräumen wohnen konnten. Die Schwestern leisteten beinahe Unmögliches – dies bei ständigem Alarm und zuletzt unter Beschuss, als einzige Deckung das zerstörte Haus über sich. Das nächste bewohnte Haus befand sich nach dem Angriff auf Dresden nach Osten ca. 1km; nach Süden, Westen und Norden ca. 2km entfernt. Unter der Leitung der Oberin M. Aloysiana begannen die Schwestern die Wiederaufbauarbeit. Der Kontakt zum Mutterhaus der Schwestern in Breslau war in dieser Zeit fast unmöglich. Aber am 3. Dezember 1945 teilte die damalige Generaloberin M. Mathildis mit, dass das St. Joseph-Stift soweit als möglich wieder aufgebaut werden soll. Die ersten Baubesprechungen fanden in den Kellerräumen statt. Am 2. Juli 1946 wurde beschlossen, den Wiederaufbau in drei Bauabschnitte einzuteilen: zuerst das Hauptgebäude links vom ehemaligen Eingang mit Operationssälen, Röntgenabteilung und Waschhaus; in einem zweiten Abschnitt den rechten Flügel des Hauses, einschließlich Kapelle und in einem dritten Bauabschnitt das hintere Wirtschaftsgebäude und das Elisabethhaus in der Dinglingerstraße.
  • 1946 - 1956
    25 F 451 Dresden Wintergarten
    Wie groß angesichts der furchtbaren Zerstörung der Stadt und der Probleme des Landes der Optimismus der Schwestern, der Vertreter des Bischöflichen Ordinariates und der Dresdner Stadtgeistlichkeit war, geht daraus hervor, dass man für die weitere Zukunft den Erwerb und Ausbau von zwei Eckgrundstücken zur Erweiterung des Krankenhauses in Erwägung zog. Diese hoffnungsvolle Haltung der damaligen Oberin M. Delphina und ihrer Schwestern ist umso bewundernswerter, wenn man bedenkt, mit welchen Schwierigkeiten die gesamte Ordensgemeinschaft zu kämpfen hatte: Vertreibung der Schwestern aus ihrem Mutterhaus in Breslau und den Niederlassungen in Schlesien, Ermland, Ostpreußen und Pommern; vorläufige Errichtung des Generalrates in Berlin-Tempelhof und die Beseitigung der Kriegsschäden an den Häusern, die den Schwestern verblieben waren. Die Wirkungsstätten der Grauen Schwestern in der Friedrichstraße 50 und Käufferstraße 2 waren ebenfalls am 13. Februar 1945 zerstört worden. Die neuen Verhältnisse in der gesamten Ordensgemeinschaft führten dazu, dass 1946 im St. Joseph-Stift ein eigenes Provinzhaus eingerichtete wurde.

    Im September 1947 konnten die Röntgenabteilung und das eigentliche Krankenhaus wiedereröffnet werden. Das Haus war soweit wieder aufgebaut, dass 50 bis 60 Kranke aufgenommen werden konnten. Am 22. April 1956 war es dann soweit, dass das Schwestern- und Provinzhaus St. Elisabeth wiederhergestellt war und durch Bischof Dr. Otto Spülbeck (1904-1970) eingeweiht werden konnte.

  • 1964
    1964_SJS _komprimiert
    1964 wurde der Wiederaufbau des gesamten Krankenhauses St. Joseph-Stift vollendet. Am 12. Dezember 1964 vollzog Dr. Otto Spülbeck die Weihe des neuen Hauses. Die Kapelle wurde durch Friedrich Preß, Dresden (1904-1985) neu gestaltet.
  • 1982 - 1989
    st-jo-hausansicht
    Bald entstand wiederum die Frage einer Erweiterung des Krankenhauses. In einer über sechsjährigen Bauzeit wurde in den Jahren 1982 bis 1989 ein neuer Krankenhaustrakt errichtet. Am 12. September 1989 konnte Bischof Joachim Reinelt (geb. 1936, 1988 Bischoff von Dresden-Meißen) diesen Trakt einweihen. Damit verfügte das St. Joseph-Stift über eine Kapazität von 205 Betten, 30 Schwestern von der hl. Elisabeth verrichteten ihren Dienst, dazu kamen 190 Angestellte.
  • 1995
    1995_Dresden Provhaus
    Im Jubiläumsjahr 1995 wurde das neue Schwesternhaus nach einjähriger Bauzeit eingeweiht. Nach der Wende in unserem Land wurden verschiedene Baumaßnahmen durchgeführt. 1997 wurde die Krankenpflegeschule eröffnet. Seit 1994 hat das Haus 240 Betten in 4 Fachabteilungen. Es wirken darin 20 Ordensschwestern und 340 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unterschiedlichsten Bereichen. Der Blick in die 100jährige Geschichte des Katholischen Krankenhauses St. Joseph-Stift und in das 135jährige Wirken der Schwestern von der hl. Elisabeth in Dresden zeigt, dass Menschen, getrieben von der Liebe Christi, die Zeichen der damaligen Zeit erkannte und auf die vielfachen geistigen und geistlichen, politischen und sozialen Probleme durch ihren Dienst eine Antwort gegeben haben.
  • 2000 - 2011
    2000-2011_Funktionsbau
    Durch zahlreiche Anbauten und Erweiterungen ist das St. Joseph-Stift heute eine moderne Einrichtung mit 240 Krankenbetten. So kann sichergestellt werden, für die zukünftigen Entwicklungen im stationären Gesundheitswesen gut gerüstet zu sein. Zu den Neuerungen gehören neben der Einweihung des Clara-Wolff-Hauses mitsamt einer Palliativstation, Tageshospiz, ambulanter Tagesklinik und einem Tagungszentrum im Jahr 2000 auch der Anbau des Funktionstraktes an das Haupthaus 2003 und die Errichtung des Ärztehauses 2005. Auch die Pflegestationen wurden über die Jahre stets erweitert und saniert. Der neugebaute Anbau am Nordflügel wird nach knapp einjähriger Bauzeit 2010 fertiggestellt. In den oberen drei Etagen entstanden 1- und 2-Bett-Zimmer. 2011 wurde zudem eine Klinikambulanz im Nordflügel als Zentrum für vorstationäre Einweisungssprechstunden eingerichtet.
  • 2012 - 2015
    Die Arbeiten zur Sanierung des Südflügels, dem letzten Gebäudebereich aus Vorwendezeiten, werden abgeschlossen. Die vollständige Sanierung aller Patientenzimmer, die Verbesserung des Brandschutzes und die Schaffung einer Operativen Tagesklinik für kurzzeitstationäre Patienten standen im Mittelpunkt dieses Bauabschnittes. Mit der Etablierung von Arztpraxen und weiteren medizinischen Einrichtungen umfasst der Standort an der Wintergartenstraße mittlerweile mehr als 700 Arbeitsplätze. Auf dem Gelände des St. Joseph-Stifts werden jährlich mehr als 60.000 Patienten medizinisch und pflegerisch versorgt. Im Krankenhaus selbst werden jährlich rund 13.000 Patienten stationär und 17.000 Patienten ambulant betreut.

Quellen:
Kongregation der Schwestern von der heiligen Elisabeth (Hrsg.)(1998): Geschichte der Kongregation der Schwestern von der heiligen Elisabeth 1842 – 1992. Reinbek.
Katholischer Kirchen- und Volkskalender zunächst für Sachsen auf das Jahr 1894, 44 Jg.
Siegfried Seifert (1995): 100 Jahre katholisches Krankenhaus St. Joseph-Stift. In: Festschrift zum 100-jährigen Bestehen des Krankenhauses.

Bildnachweis:
Schwestern von der heiligen Elisabeth, Provinz Deutschland